besuch bei familie hildner
rindlberg, 1. 10. 2000

eine familiengemeinschaft welche vier generationen mit unterschiedlichsten erwerbstätigkeiten in einem haus beherbergt. nebenerwerbsbauer – arbeiter in der vöest – wirtschaftsberater – pensionistin – hausfrau – kind.

wir werden herzlichst bewirtet und langsam leiten wir über die ausstellung "nichts tun" im museum für volkskunde wien zu unserem thema über. die ersten reaktionen sind große skepsis und die unmöglichkeit der vorstellung nichts zu tun.

gibt's nicht sagt der onkel friedl.


nach und nach kommt es zu differenzierteren betrachtungen und wünsche werden laut.
– wenn ich aus dem fenster schau und ich seh die da mit dem radl vorbeifahren, dann möchte ich das schon auch manchmal
– vielleicht nur aus dem fenster schaun und dem kraut beim wachsen zusehn
– die großmutter sagt: mit mir ist es nix mehr. ich esse nur und kann nicht mehr arbeiten. anders als vor 5 jahren grinst sie dabei.

gleichzeitig natürlich die bedenken: kriegen die kühe eine euterentzündung wenn jemand anderer sie melkt? geben sie nachher noch soviel milch wie vorher? tun uns die fremden nicht das heu zu früh einholen? wenn es noch nass ist? und der stadel brennt?
und ... was werden die bauern aus den umliegenden dörfern sagen die vom maschinenring beauftragt werden wo zu hackeln wo die bauern eh zuhause sind???


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